Was bedeutet Cybergrooming

Gerne, hier ist eine überarbeitete Version des Blogbeitrags über Grooming, mit direkten Zitationen aus den Quellen und einem anschließenden Literaturverzeichnis:

Was ist Grooming?

Der Begriff „Grooming“ bezieht sich auf Verhaltensweisen, die ein Täter anwendet, um ein Kind auf sexuellen Missbrauch vorzubereiten. Es ist ein komplexer, schrittweiser Prozess, bei dem der Täter versucht, Zugang zum Opfer zu gewinnen, das Kind zu manipulieren und den Missbrauch zu verbergen. [11] Grooming ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess, der darauf abzielt, eine Beziehung aufzubauen, in der sich das Kind dem Täter gegenüber loyal fühlt und den Missbrauch akzeptiert. Dieser Prozess beinhaltet oft drei Hauptphasen: Zugang zum Opfer gewinnen, den Missbrauch initiieren und aufrechterhalten, und den Missbrauch verbergen.[3]

Der Begriff „Grooming“ hat in den letzten zwei Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern wurde der Begriff lange Zeit mit Sprache in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit wurden Begriffe wie sexueller Missbrauch, sexuelle Übergriffe, sexueller Missbrauch und sexuelle Belästigung austauschbar verwendet. [3] Die Entwicklung des Begriffs „Grooming“ hat dazu beigetragen, die Dynamik und die Manipulationstaktiken der Täter besser zu verstehen. Ken Lanning wird als einer der ersten anerkannt, der den Begriff im Zusammenhang mit der Strafverfolgung verwendete.[3]

Wer sind die Opfer?

Die Opfer von Grooming sind in der Regel Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes nicht in der Lage sind, einer sexuellen Handlung zuzustimmen. Täter suchen oft nach Kindern, die verletzlich sind, sei es aufgrund ihrer Lebensumstände, ihrer Persönlichkeit oder ihrer Beziehung zu den Tätern. Die Täter suchen gezielt nach Kindern, die sie beeinflussen und manipulieren können, um sexuelle Handlungen zu ermöglichen.[3]

Es ist wichtig zu betonen, dass die Opfer nicht für den Missbrauch verantwortlich sind. Die Täter sind die einzigen Schuldigen. Ihre Handlungen sind vorsätzlich und darauf ausgerichtet, Kinder auszunutzen.

Wer sind die Täter?

Die Täter sind Personen jeden Alters, Geschlechts und jeder sozialen Schicht. Sie können aus dem Familienkreis, dem Freundeskreis oder sogar Fremde sein. Manche Täter nutzen Gewalt oder Drohungen, um ihre Opfer zu kontrollieren, während andere Manipulation, Überredung oder Versprechen verwenden. Es gibt zwei grundlegende Kategorien von sexuellen Übergriffen: sexuelle Übergriffe durch Druck und sexuelle Übergriffe durch Gewalt. Täter, die Druck ausüben, versuchen, sexuelle Kontrolle zu erlangen, indem sie eine einvernehmliche sexuelle Beziehung entwickeln, oft durch Belohnungen, Aufmerksamkeit, Zuneigung, Geld, Geschenke oder Verstrickung.

Täter entwickeln oft eine Beziehung zu ihren Opfern, die auf Vertrauen und Abhängigkeit basiert. Sie können Geschenke, Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Geld geben, um die Opfer gefügig zu machen. Die Täter versuchen, ihre Opfer zu isolieren, sie zum Schweigen zu bringen und sie dazu zu bringen, den Missbrauch als normal anzusehen.[9]

Wie kann man sich schützen?

Der Schutz vor Grooming erfordert Wachsamkeit und Prävention. Eltern und Bezugspersonen sollten offen mit Kindern über sexuelle Übergriffe sprechen und ihnen vermitteln, dass ihr Körper ihnen gehört und dass sie das Recht haben, „Nein“ zu sagen.[3] Es ist wichtig, auf Anzeichen von Grooming zu achten. Zu den Anzeichen können gehören:

  • Übermäßige Aufmerksamkeit oder Geschenke eines Erwachsenen.
  • Geheimniskrämerei und Isolation des Kindes.
  • Unangemessene Fragen oder Kommentare zu sexuellen Themen.
  • Verhaltensänderungen des Kindes.
  • Rückzug des Kindes von Familie und Freunden.

Es ist wichtig, auf das Bauchgefühl zu hören und Hilfe zu suchen, wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind von Grooming betroffen ist. Es gibt Beratungsstellen und Experten, die Sie unterstützen können.

Zusätzliche Hinweise:

  • Es ist wichtig zu verstehen, dass Grooming ein Prozess ist und nicht nur ein einzelner Vorfall.
  • Die Täter nutzen die Unerfahrenheit der Kinder aus.
  • Grooming kann online und offline stattfinden.
  • Die Aufklärung der Öffentlichkeit über Grooming ist unerlässlich, um Kinder zu schützen.

Fazit

Grooming ist eine Form des sexuellen Missbrauchs, die verheerende Folgen für die Opfer haben kann. Es ist wichtig, sich über die Gefahren des Groomings zu informieren und sich für den Schutz von Kindern einzusetzen. Die Sensibilisierung der Gesellschaft und die Unterstützung der Opfer sind wesentliche Schritte, um diese Form von Missbrauch zu bekämpfen.

Literaturverzeichnis

  1. Bennett, N., & O’Donohue, W. (2014). The construct of grooming in child sexual abuse: Conceptual and measurement issues. Journal of Child Sexual Abuse, 23, 957-976.
  2. Branch, G., & Paxton, R. (1965). A study of gonococcal infections among infants and children. Public Health Reports, 80, 347-352.
  3. Burgess, A. W., Groth, A. N., Holmstrom, L. L., & Sgroi, S. M. (1978). Sexual assault of children and adolescents. Lexington, MA: D. C. Heath.
  4. Colton, M., Roberts, S., & Vanstone, M. (2012). Learning lessons from men who have sexually abused children. The Howard Journal of Crime and Justice, 51, 79-93.
  5. Craven, S., Brown, S., & Gilchrist, E. (2006). Sexual grooming of children: Review of literature and theoretical considerations. Journal of Sexual Aggression, 12, 287-299.
  6. Dietz, P. E. (1983). Sex offenses: Behavioral aspects. In S. H. Kadish (Ed.), Encyclopedia of crime and justice (pp. 1485-1493). New York: Free Press.
  7. Groth, A. N., & Burgess, A. W. (1977). Motivational intent in the sexual assault of children. Criminal Justice and Behavior, 4, 253-264.
  8. McAlinden, A.-M. (2006). “Setting ’em up”: Personal, familial and institutional grooming in the sexual abuse of children. Social & Legal Studies, 15, 339-362.
  9. Sgroi, S. M. (1977). “Kids with Clap”: Gonorrhea as an indicator of child sexual assault. Victimology: An International Journal, 2, 251-267.
  10. Terry, K. J., & Tallon, J. (2004). The nature and scope of sexual abuse of minors by catholic priests and deacons in the United States 1950-2002. Prepared for the United States Conference of Catholic Bishops, Washington DC.
  11. Winters, G. M., & Jeglic, E. (2017). Stages of sexual grooming: Recognizing potentially predatory behaviors of child molesters. Deviant Behavior, 38, 724-733.

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